Frankfurt/Main (AFP) — Der Preiskampf in der Autoversicherung nimmt für die Konzerne nach Aussagen aus der Branche ruinöse Züge an. Die Autoversicherer würden in diesem Jahr erstmals seit 2003 voraussichtlich wieder rote Zahlen schreiben, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine interne Prognose des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft (GDV). "Das aktuelle Preisniveau tut einigen Marktteilnehmern richtig weh; für alle wird es enger", sagte Klaus-Jürgen Heitmann, der im Vorstand der Huk-Coburg für die Autosparte zuständig ist, der Zeitung.
Die Versicherer kämpfen demnach erbittert um jeden Kunden, investieren viel Geld in Werbung und gewähren immer neue Nachlässe. Nach Angaben des Vorstandschefs des Internetversicherers Direct-Line, Albrecht Kiel, sind die Prämien in den vergangenen vier Jahren um zehn Prozent zurückgegangen, inflationsbereinigt sogar um 20 Prozent. Der Preiskampf werde in den kommenden Jahren aber weitergehen, sagte Huk-Vorstand Heitmann voraus: "In diesem Markt wollen zu viele Neulinge nun punkten, weil sie wachsen müssen. Das setzt die etablierten Versicherer unter Zugzwang, auch wenn sie den Preiskampf eigentlich nicht mehr mitmachen möchten."
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