Test: Mineralwasser aus Mehrwegflaschen schmeckt besser

Berlin (AFP) — Natürliches Mineralwasser aus Mehrwegflaschen schmeckt laut Stiftung Warentest besser als das aus Einwegflaschen. Die Tester fanden bei der Untersuchung von 30 Medium Mineralwässern in zehn Wässern zu hohe Mengen an Acetaldehyd, was den Geschmack beeinträchtige, wie Stiftung Warentest in ihrer aktuellen Ausgabe der Zeitschrift "test" berichtet. Acetaldehyd entsteht bei der Herstellung von PET-Flaschen und kann in das Wasser übergehen. Die gefundenen Mengen waren laut Test aber nicht gesundheitsgefährdend und lagen weit unter dem erlaubten Grenzwert. Mehrwegflaschen aus Plastik sind laut Warentest dagegen meist mit einem Blocker versehen, der Acetaldehyd bindet und in eine unkritischere Substanz umwandelt.

Das Wasser aus Mehrwegflaschen schmeckte den Testern zufolge daher "zitronig-frisch", das aus vielen Einwegflaschen hingegen "fruchtig-aromatisch" wegen des Acetaldehyds. Klassische Markenwässer, die oft in Mehrwegflaschen abgefüllt werden, schnitten im Test daher bei Reinheit und Geschmack besser ab als Wässer vom Discounter in Einwegflaschen.

Was die Menge der Mineralstoffe anbelangt, enthielten die Produkte der Discounter meistens weniger Kalium, Kalzium & Co. Insgesamt waren aber nur fünf Wässer im Test reich an Mineralstoffen. Um mit der Angabe "Hoher Mineralstoffgehalt" werben zu dürfen, muss ein Wasser mehr als 1500 Milligramm pro Liter bieten. Nur ein Wasser im Test übertraf diesen Wert.