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Gefährliches Krim-Kongo-Fieber erreicht Antalya

Istanbul (AFP) — In der Türkei ist das von Zecken übertragene, lebensgefährliche Krim-Kongo-Fieber erstmals in der Gegend um die Urlauberstadt Antalya am Mittelmeer festgestellt worden. Eine 26-jährige Frau werde wegen des Verdachts auf die Krankheit behandelt und schwebe in Lebensgefahr, berichtete die türkische Presse unter Berufung auf einen Arzt im Universitätskrankenhaus von Antalya. Auch ein Mediziner, der mit der Patientin in Kontakt gekommen sei, werde wegen des Verdachts auf eine Erkrankung untersucht.

In diesem Jahr sind nach Angaben des türkischen Gesundheitsministeriums 23 Menschen am Krim-Kongo-Fieber gestorben. Die vor allem in Zentralatolien verbreitete Krankheit breitet sich offenbar auf andere Landesteile aus.

Mit Beginn des Sommers haben sich die Fälle von Zeckenbissen in der Türkei dramatisch erhöht. Insbesondere nach sonnigen Wochenenden, wenn hunderttausende Türken das schöne Wetter für Picknicks im Wald nutzen, melden die Krankenhäuser einen starken Andrang von Patienten.

Das Krim-Kongo-Fieber erhielt seinen Namen, weil es erstmals auf der Krim und im Kongo festgestellt worden war. Die Krankheit wird von Zecken übertragen, geht mit hohem Fieber und teilweise auch starken Blutungen einher und verläuft in vielen Fällen tödlich. Eine Übertragung von Mensch zu Mensch ist unter anderem durch Speichel möglich. In der Türkei tritt das Krim-Kongo-Fieber seit einigen Jahren auf. Die Zeitung "Milliyet" meldete, im vergangenen Jahr seien in der Türkei 33 Todesopfer registriert worden. Türkische Wissenschaftler seien zuversichtlich, in etwa drei bis vier Jahren einen Impfstoff anbieten zu können.