Birma meldet ersten Vogelgrippe-Fall beim Menschen

Rangun (AFP) — In Birma ist der erste Fall des Landes einer Vogelgrippe-Infektion beim Menschen gemeldet worden. Ein siebenjähriges Mädchen aus der östlichen Region Shan sei in dieser Woche wegen einer Infektion mit dem gefährlichen Vogelgrippe-Virus H5N1 in einem Krankenhaus in Rangun behandelt und danach entlassen worden, sagte ein Mitarbeiter der birmanischen Gesundheitsbehörden. Es handele sich um die erste Vogelgrippe-Infektion in Birma bei einem Menschen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigte dies. Unterdessen verstarb auch in Pakistan erstmals ein Mensch den den Folgen der Vogelgrippe.

Der Fall in Birma sei bei einer Routineüberprüfung nach einem Ausbruch der Vogelgrippe in einer Geflügelzucht in der Umgebung Mitte November festgestellt worden, teilte die WHO mit. Mitarbeiter der birmanischen Gesundheitsbehörden prüften nun den Ansteckungsweg.

Wie das Gesundheitsministerium im pakistanischen Islamabad mitteilte, infizierten sich in der Nordwestprovinz an der Grenze zu Afghanistan mindestens sechs Menschen mit dem gefährlichen H5N1-Virus. Von ihnen sei ein Mann Ende November im Krankenhaus gestorben. Die übrigen fünf, unter ihnen drei Brüder des Verstorbenen, seien wohlauf.

Bei einem zweiten Todesopfer, einem weiteren Bruder des Verstorbenen, habe bislang nicht festgestellt werden können, ob die Todesursache ebenfalls das Virus gewesen sei. Der an dem Virus gestorbene Mann sei im Oktober an der Tötung von H5N1-verseuchten Hühnern beteiligt gewesen, hieß es.