Berlin (AFP) — In ungewöhnlich scharfer Form hat die Bundesregierung die Aussagen von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann zum Rettungspaket der Regierung für deutsche Banken kritisiert. Nach Einschätzung des Kabinetts seien die Äußerungen Ackermanns "absolut unverständlich und inakzeptabel", sagte Vize-Regierungssprecher Thomas Steg in Berlin. Der Konzernchef hatte nach einem Bericht des "Spiegel" vor Managern seines Hauses gesagt, er würde sich "schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen würden".
Steg sagte, dies sei so zu verstehen, als ob Banken, die die Mittel des Rettungsplanes in Anspruch nehmen, ein schlechtes Gewissen haben müssten. Solche Äußerungen seien "außerordentlich bedenklich".
Wer staatliche Hilfe in Anspruch nehme, tue nichts Ehrenrühriges, sondern beweise Mut und Verantwortung, hob der Vize-Regierungssprecher hervor. Andere Äußerungen zeigten mangelnde Einsicht und Verständnis für das, was sich in vergangenen Wochen ereignet habe.
Die Kritik übten bei der Kabinettssitzung laut Steg Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD). Dabei seien sie von den anderen Ministern unterstützt worden.
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