Berlin (AFP) — Die Sprit-, Strom- und Gaspreise klettern unaufhörlich, und der Alltag der Verbraucher wird immer teurer. Höchste Zeit also, den eigenen Energieverbrauch im Alltag einmal kritisch zu hinterfragen. Das spart Geld und dient dem guten Gewissen, denn es schützt auch Umwelt und Klima.
ENERGIESPAREN LIGHT
ENERGIESPARLAMPEN statt Glühbirnen - die Lampen halten rund zehn Mal so lange, verbrauchen aber nur ein Viertel des Stroms. Das kann pro Lampe bis zu 80 Euro sparen. STAND-BY STOPPEN, denn Elektrogeräte in Warteposition fressen auch Strom, wenn sie nicht in Betrieb sind. Pro Jahr kann das laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg bis zu 70 Euro kosten. Kühlschrank und Gefriergerät OPTIMAL PLAZIEREN: Kühlgeräte nie neben den Herd, denn je höher die Umgebungstemperatur, desto höher der Stromverbrauch. WIRTSCHAFTLICH AUTOFAHREN schließlich hilft beim Benzinsparen: deshalb die Geschwindigkeit an den Verkehrsfluss anpassen und mit niedriger Drehzahl, leicht erhöhtem Reifendruck, aber ohne Dachgepäckträger fahren.
ENERGIESPAREN FÜR FORTGESCHRITTENE
Ist unbequemer und meist mit etwas Recherche verbunden, rechnet sich aber schnell. Zum Beispiel, indem Verbraucher beim Kauf eines neuen Elektrogeräts auf die ENERGIEEFFIZIENZKLASSE achten - alles von A bis A++ hilft kräftig Strom und damit Kosten sparen. Nach Möglichkeit verzichten sollten sie aber trotz sommerlicher Temperaturen auf elektrische KLIMAGERÄTE, denn diese gelten als Energiefresser erster Güte. Energie-Experten raten deshalb, lieber durch richtigen SONNENSCHUTZ oder GESCHICKTES LÜFTEN gegen die Hitze anzukämpfen.
Immer im Hinterkopf behalten sollten Verbraucher angesichts der explodierenden kletternden Strom- und Gaspreise außerdem die Möglichkeit eines ANBIETERWECHSELS. Entsprechende Vergleichsrechner finden sich im Internet. Verbraucherschützer raten, auf eine kurze Mindestlaufzeit des Vertrags und eine kurze Kündigungsfrist zu achten.
ENERGIESPAREN DE LUXE
Verbraucher können sich die nie versiegende Energiequelle SONNENLICHT zunutze machen. Knapp zehn Millionen Solarkollektoren sind hierzulande schon im Einsatz und unterstützen die Warmwasserbereitung in Privathaushalten. Sogar im Winter kann die Solaranlage das kalte Wasser vorwärmen und damit den Brennstoffverbrauch reduzieren. Zunehmend werden Solaranlagen auch zur Unterstützung der Heizung genutzt. Verbraucherschützer loben die niedrigen Betriebskosten, verweisen aber auf vergleichsweise hohe Investitionskosten.
ÖKOSTROM aus Sonnenlicht mit Hilfe einer Photovoltaik-Anlage bescherte den Besitzern, die ihn ins Stromnetz einspeisten, bislang durch staatliche Förderung ordentlich Gewinn. Zwar ist der Preis für die Anlagen mittlerweile gestiegen, und auch die Förderung für Strom aus Sonnenenergie soll mit der Neufassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes sinken. Dennoch zeigt sich der Bundesverband Solarindustrie überzeugt, dass der Strom vom eigenen Dach Mitte des kommenden Jahrzehnts günstiger als Strom aus der Steckdose sein wird.
Kompakt und effizient: Der Goldstandard für energiebewusste Bauherren ist das PASSIVHAUS, bei dem es vor allem darum geht, so wenig Energie wie möglich durch Wärmeleitung und Lüftungswärmeverlust zu vergeuden. Das Passivhaus nutzt vor allem Sonnenlicht, Bewohner und hausinterne Geräte als Wärmequellen - ein konventionelles Heizsystem soll damit überflüssig werden.
Bleibt noch die energiesparende FORTBEWEGUNG de luxe, also am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder eben mit einem Auto mit Hybridantrieb: Diese werden außer vom Verbrennungsmotor auch per Batterie betrieben, was die Kraftstoffkosten - und den klimaschädlichen CO2-Ausstoß - beträchtlich reduziert.
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