Potsdam (AFP) — Ein Luxus-Mercedes, den einst der sowjetische Staats- und Parteichef Leonid Breschnew gefahren haben soll, ist vom deutschen Zoll für 103.600 Euro versteigert worden. Den Zuschlag habe ein deutscher Bieter erhalten, sagte ein Sprecher des Brandenburger Finanzministeriums in Potsdam. Das Auto stammt aus einer Pfändung. Das Ministerium hatte die Luxuskarosse auf der Internet-Auktionsseite des Zolls angeboten.
Der Kaufpreis des mehr als 40 Jahre alten Oldtimers war nach Angaben des Ministeriums das höchste jemals bei einer Zollauktion erzielte Gebot für ein Auto. Ein Gutachter hatte ihm einen Wert von 105.000 Euro bescheinigt. Die 1966 gebaute Luxuskarosse ist ein Mercedes 600 der Baureihe W100 und war zunächst auf den sowjetischen Geheimdienst KGB zugelassen. Anfang der 90er Jahre soll der Mercedes nach Deutschland gelangt sein.
Das 250 PS starke Gefährt soll etwa 90.000 Kilometer auf dem Tacho haben und eine Minibar besitzen. Das damalige Mercedes-Spitzenmodell 600 zeichnet sich unter anderem durch massive Chromstoßstangen, Holzfurnier im Innenraum, ein Schiebedach und Automatikgetriebe aus. Die luftgefederte Limousine kostete in der Basisversion etwa 50.000 D-Mark und wurde in Handarbeit in rund elf Wochen gefertigt.
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