Neckarsulm (AFP) — Der Lebensmittelkonzern Lidl ist bereit, Bußgelder wegen der rechtswidrigen Überwachung seiner Mitarbeiter zu bezahlen. Lidl habe den zuständigen Behörden bereits signalisiert, dass das Unternehmen die festgesetzten Strafen mit großer Wahrscheinlichkeit ohne Widerspruch akzeptieren werde, teilte der Konzern in Neckarsulm am Samstag mit. Zugleich erklärte Lidl, seine Mitarbeiter nicht flächendeckend und systematisch überwacht zu haben.
"Der Spiegel" berichtete, dass die Datenschutzbeauftragten mehrerer Bundesländer Bußgeldbescheide in Millionenhöhe an den Discounter Lidl schicken wollen. Die Strafgelder in insgesamt einstelliger Millionenhöhe würden wegen rechtswidriger Überwachung von Mitarbeitern durch Detektive und weitere Verstöße gegen Datenschutzvorschriften erhoben, zitierte das Nachrichtenmagazin aus Kreisen ranghoher Datenschützer. Betroffen seien Lidl-Vertriebsgesellschaften und Filialen in mindestens acht Bundesländern.
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