BMW eröffnet seine Autowelt in München

München (AFP) — Als letzter der großen Autobauer hat BMW sein neues Erlebnis- und Auslieferungszentrum in München eröffnet. 500 Millionen Euro hat es sich der weiß-blaue Autobauer kosten lassen, Kunden und Autofans zu beeindrucken. Den Großteil verschlang das spektakuläre Gebäude aus Glas und Stahl, in dem BMW-Käufer künftig ihren Neuwagen abholen und Besucher Modelle und Architektur bestaunen können. Die BMW Welt erwartet künftig rund 850.000 Besucher jährlich.

Das architektonisch anspruchsvolle Gesamtwerk direkt neben der Konzernzentrale sei "ein Meilenstein unserer Unternehmensgeschichte", sagte BMW-Chef Norbert Reithofer. "Ein Autokauf ist und bleibt etwas Besonderes", erklärte Reithofer. "Das macht man nicht jeden Tag." BMW habe mit der BMW Welt ein ganz besonderes Ambiente schaffen wollen. "Wir möchten, dass unsere Kunden einen unvergesslichen Tag erleben."

Der Architekt Wolf Prix vom österreichischen Büro Coop Himmelb(l)au habe mit der BMW Welt "eine Architektur geschaffen, die von Experten in vielen Gesprächen als die Grenze des derzeit Machbaren anerkannt wird", sagte Personalvorstand Ernst Baumann bei der Eröffnung. "Wir wollten eine Architektur, die mutig ist" und städtebauliche Akzente setze. Das Ergebnis sei "mehr als wir uns je erträumt haben".

Bayerns neuer Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) und Münchens Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) lobten das Engagement von BMW für die Stadt München und Bayern. Mit seinen Investitionen habe der Autobauer einst strukturschwachen Regionen eine Perspektive gegeben, sagte Beckstein.

Mit der BMW Welt folgt der bayerische Autobauer dem Vorbild seiner Konkurrenten: Volkswagen hat mit der Autostadt in Wolfsburg und der Gläsernen Manufaktur in Dresden Maßstäbe gesetzt. Aber auch Mercedes in Stuttgart und Audi in Ingolstadt haben ihre Auto-Erlebniszentren längst eingeweiht. Demnächst will auch Porsche seine Autowelt eröffnen.