Russland will Hilfe im Abasien-Konflikt von UN

Moskau (AFP) — Der Konflikt um die abtrünnigen georgischen Regionen Südossetien und Abchasien soll nach dem Willen Russlands den UN-Sicherheitsrat beschäftigen. Russland sei bereit, "alle Fragen bezüglich der Situation in Abchasien und Südossetien zu diskutieren", teilte das russische Außenministerium mit. In der Mitteilung warf Moskau Georgien erneut vor, die Spannungen in der Region zu schüren. Durch eine Dringlichkeitssitzung könne die "Aufmerksamkeit der internationalen Gemeinschaft erneut auf eine Vielzahl georgischer Provokationen gelenkt" werden, die eine "gefährliche Entwicklung" in der Region ausgelöst hätten, hieß es.

Georgien hatte den UN-Sicherheitsrat am Freitag aufgefordert, sich in einer Dringlichkeitssitzung mit dem seit Monaten schwelenden Konflikt zwischen Moskau und Tiflis um Abchasien und Südossetien zu beschäftigen. Die beiden Regionen hatten sich nach dem Ende der Sowjetunion Anfang der 90er Jahre in Unabhängigkeitskriegen von Georgien gelöst. Völkerrechtlich gehören sie zwar weiter zu Georgien, wirtschaftlich sind sie jedoch von Russland abhängig.