Frankfurt/Main (AFP) — Aus Sorge vor hohen Spritkosten sind schon in den vergangenen Jahren immer mehr Autofahrer auf Wagen mit neuen Antriebstechniken oder die Spritspar-Modelle umgestiegen. Zwar ist das Angebot noch begrenzt. Trotzdem gibt es bereits eine ganze Reihe von Fahrzeugen, die etwas vom Kostendruck nehmen.
KLEINWAGEN: Kleine Autos verbrauchen wegen ihres geringen Gewichts in aller Regel deutlich weniger Sprit. Die Hersteller haben in den vergangenen Jahren aber auch dafür gesorgt, dass die Kleinwagen ihren Fahrern zusätzlich viel Fahrspaß bieten. So punkten beispielsweise der Fiat 500, der Mini Cooper oder Citroën C1 mit einem Verbrauch zwischen drei und fünf Litern auf 100 Kilometern - bei entsprechender Fahrweise.
SPRITSPAR-MODELLE: Die deutschen Autohersteller haben in den vergangenen Jahren Modell-Varianten auf den Markt gebracht mit Namen wie Econetic, Efficient Dynamics oder Bluemotion. Unterm Strich ging es bei diesen Wagen darum, mit konventioneller Technik den Spritverbrauch zu reduzieren: durch Leichtlauföl, Leichtlaufräder oder verbesserten Luftwiderstand. Nach Angaben des Center of Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen verringert sich der Verbrauch dadurch meist jedoch nur um weniger als einen halben Liter.
HYBRIDAUTOS: Die Fahrzeuge werden zugleich durch einen Elektro- und einen Verbrennungsmotor angetrieben. Die Händler haben derzeit nur Hybridautos von zwei Herstellern im Angebot: Toyota und Honda. Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland mehr als 7000 solcher Fahrzeuge verkauft. VW und Opel wollen aber in den kommenden Jahren Hybride in Serienfertigung auf den Markt bringen.
BIOSPRIT: Reiner Biosprit spielt in Deutschland kaum ein Rolle. Noch bis Ende 2007 war Biodiesel aus 100 Prozent Pflanzenöl steuerbegünstigt. Autobesitzer konnten dadurch einige Cent gegenüber dem herkömmlichen Kraftstoff sparen. Zum Jahreswechsel wurde die Steuer auf Biodiesel erhöht. Die Umsätze der Diesel-Anbieter gingen daraufhin massiv zurück. Reines Biobenzin wird in Deutschland kaum angeboten. Derzeit werden aber den Kraftstoffen fünf Prozent Biosprit beigemischt.
AUTOGAS UND ERDGAS: Autogas ist nach Angaben des CAR derzeit der Renner unter den alternativen Antrieben. Das Flüssiggas ist bis 2019 steuerbegünstigt. Mehr als 3800 der insgesamt 15.000 Tankstellen bieten den Kraftstoff an. Autogas ist mit derzeit 75 Cent pro Liter nur halb so teuer wie Benzin. Die mehrere tausend Euro teure Umrüstung kann sich schon nach zwei oder drei Jahren rechnen. Mit Erdgas kommen Autofahrer derzeit etwas weniger günstig weg. Der Liter kostet rund 94 Cent. Außerdem gibt es nur 700 Tankstellen.
ELEKTROAUTOS: Autos mit reinem Elektromotor werden in Deutschland derzeit nur in Kleinserien produziert. Und auch in den kommenden Jahren bleibt das Angebot nach Einschätzung des CAR überschaubar. Elektroautos haben mit zwei Problemen zu kämpfen: Die Motoren sind leistungsschwach, und die Batterien reichen oft nur für kurze Strecken unter 50 Kilometern.
BRENNSTOFFZELLE: Nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer vom CAR ist die Zukunft der Wasserstofftechnik als Antrieb für Autos derzeit noch vollkommen ungewiss. Sie gilt als zu teuer.
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