Stralsund (AFP) — Mit einem Festakt ist das neue Meereskundemuseum Ozeaneum in Stralsund eingeweiht worden. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte in ihrer kurzen Ansprache, der Museumsneubau habe eine deutschlandweite Bedeutung. Mit Museumschef Harald Benke war sie sich einig, dass das Stralsunder Projekt weltweit unter die "Top Ten" der Meeresmuseen gehört. Der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Länder, Bundesminister Wolfgang Tiefensee (SPD), erklärte, das Ozeaneum in der Hansestadt an der Ostsee sei ein "Meilenstein für den Aufbau Ost".
In 39 Aquarien sollen die Besucher künftig 7000 Fische, Quallen, Schildkröten und Muscheln aus der Ostsee, der Nordsee und dem Nordatlantik bestaunen können. Dazu zählt auch ein riesiges Schwarmbecken, das 2,6 Millionen Liter Wasser fasst. In rund einem Drittel der Becken waren zur Eröffnung allerdings noch keine Fische eingesetzt, weil es laut Benke Probleme mit der Wasserfilteranlage gab. Das "Ozeaneum" hat deshalb für die nächsten vierzehn Tage die Eintrittspreise gesenkt. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace beteiligte sich an einer Ausstellung von lebensgroßen Walmodellen, um auf die Gefährdung dieser Tiere hinzuweisen.
Der moderne Neubau des Ozeaneum am Rande des historischen Stadtkerns kostete Bund, Land und der Stadt 60 Millionen Euro. Der Betrieb soll künftig ohne Zuschüsse auskommen. Dafür müssen gut eine halbe Million Gäste pro Jahr das Museum besuchen.
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