Opium bleibt Haupteinnahmequelle der Taliban

Washington (AFP) — Opium bleibt nach Erkenntnissen der NATO und der UNO die wichtigste Einnahmequelle der Taliban. Bis zu 40 Prozent aller Einnahmen der Taliban stammten aus dem "illegalen Mohnanbau", erklärte der Chef der NATO-Einheiten in Afghanistan, General Dan McNeill, in Washington. Nach Einschätzung der UNO ist Afghanistan mit 8000 Tonnen (2007) weiterhin der weltweit größte Opium-Produzent. Der zur Opium-Produktion verwendete Schlafmohn wird vor allem in den Provinzen Kandahar und Helmand im Süden Afghanistans angebaut.

Die NATO-Staaten überprüfen derzeit ihre Kommando-Strukturen in Süd-Afghanistan. Niederländer und Briten hätten sich mit US-Verteidigungsminister Robert Gates darauf verständigt, die Phasen des Kommandos von neun auf zwölf Monate heraufzusetzen, teilte ein Pentagon-Sprecher mit.

General McNeill hatte gefordert, sämtliche Militäreinheiten im Süden Afghanistans einem einheitlichen Kommando zu unterstellen. Vorerst soll es jedoch dabei bleiben, dass die internationale Afghanistan-Truppe ISAF, an der 15.000 US-Soldaten beteiligt sind, von US-General John Bantz Craddock befehligt wird, während die Anti-Terror-Mission mit 18.000 US-Soldaten eine getrennte Kommandostruktur hat.

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