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Higgs glaubt an Nachweis des "Gottesteilchens" im Hadron Collider

Genf (AFP) — Der britische Physiker Peter Higgs hat sich optimistisch geäußert, dass in dem gigantischen LHC-Teilchenbeschleuniger bei Genf das vor 44 Jahren von ihm postulierte "Gottesteilchen" nachgewiesen wird. "Ich halte das für ziemlich wahrscheinlich", sagte Higgs am Mittwoch wenige Stunden nach der Inbetriebnahme des Large Hadron Colliders. In der Fachliteratur ist das gesuchte Elementarteilchen nach Higgs benannt: Die Suche nach dem sogenannten Higgs-Boson gehört zu den zentralen Aufgaben des Teilchenbeschleunigers LHC, dessen 27 Kilometer lange unterirdische Röhre am Mittwoch den Probebetrieb aufnahm.

"Wenn da gar nichts ist, würde das bedeuten, dass ich und eine ganze Menge anderer Leute uns nicht länger einen Reim darauf machen können, wie diese schwachen und elektromagnetischen Interaktionen funktionieren", sagte der 79-jährige Physiker in Edinburgh, wo er seine Theorie vor 44 Jahren entwickelte. Mit dem Higgs-Boson wird seit 1964 im Standardmodell der Elementarteilchen-Physik erklärt, wie die Teilchen zu Masse kommen. Das Higgs-Boson wird dabei in einem unsichtbaren Feld mit adhäsiver Kraft vorgestellt und soll die Kraft besitzen, den Teilchen Masse zu verleihen. So kommt dem Higgs-Boson zugleich eine universelle Bedeutung zu, ohne dass es jedoch experimentell bisher nachgewiesen werden konnte.