Berlin (AFP) — Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat einen besseren Schutz vor elektromagnetischen Strahlen etwa beim Telefonieren mit Handys gefordert. Elektrosmog bedrohe nicht nur die menschliche Gesundheit, sondern sei auch für Schäden in der Tier- und Pflanzenwelt verantwortlich, erklärte der Verband am Mittwoch in Berlin. Zudem halte selbst das EU-Parlament die Grenzwerte für nicht ausreichend, hob der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger hervor. Die Organisation forderte die Senkung des aktuellen Grenzwertes für elektromagnetische Strahlung um das Zehnmillionenfache auf ein Mikrowatt pro Quadratmeter. Zudem müssten Funknetze zurückgebaut und es müsse in netzgebundene Techniken investiert werden.
Laut BUND gibt es in Deutschland rund 260.000 Mobilfunk-Sendeanlagen, etwa 50 Millionen häusliche Sendeanlagen wie WLAN, schnurlose Telefone und Anlagen zur Daten- und Videoübertragung sowie rund hundert Millionen Mobiltelefone. Viele Geräte würden die Grenzwerte der Verordnung über elektromagnetische Felder überschreiten, dazu gehörten auch als strahlungsarm angebotene DECT-Telefone. Mobiltelefone überschritten die Grenzwerte bis um das Zehnfache.
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