Glos offenbar gegen Änderungen bei der Zeitarbeit
Berlin (AFP) — Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) lehnt Änderungen in der Zeitarbeitsbranche ab. "Nach dem Post-Mindestlohn ist der nächste Dammbruch bei der Zeitarbeit zu befürchten", berichtete die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf ein Positionspapier des Wirtschaftsministers. Glos wolle nicht hinnehmen, "durch vermeintlich soziale, aber fehlgeleitete Maßnahmen die Reformdividende zu verspielen". Die Zahl der Zeitarbeitnehmer habe sich seit 1996 verdreifacht. "Insbesondere seit den Hartz-Reformen boomt die Zeitarbeit", heiße es in dem Papier. Vor allem Arbeitslose und Geringverdiener hätten profitiert, hebe Glos hervor.
Die SPD drängt in der großen Koalition derzeit darauf, einen Mindestlohn für weitere Branchen einzuführen, darunter für den Bereich der Zeitarbeit. Rot-Grün hatte 2004 die Beschränkungen bei der Überlassung von Zeitarbeitern aufgehoben.

