Ludwigshafen (AFP) — Der weltweit größte Chemiekonzern BASF will für rund 3,8 Milliarden Euro seinen Schweizer Konkurrenten Ciba übernehmen. Der Konzern biete 50 Franken (31,11 Euro) pro Ciba-Aktie, teilte BASF mit. Das ist ein Zuschlag von 32 Prozent im Vergleich zum Schlusskurs von Freitag und laut BASF 60 Prozent mehr als der durchschnittliche Kurs der Ciba-Aktie in den vergangenen 30 Tagen vor Bekanntgabe des Übernahmeangebots.
BASF sicherte sich die Unterstützung des Ciba-Verwaltungsrates, wie der Konzern weiter mitteilte. Mit der Übernahme werde BASF seine Spitzenposition in der Spezialitätenchemie mit zusätzlichen Produkten und Leistungen weiter ausbauen. "Die Übernahme von Ciba bringt in der aktuellen Konsolidierungsphase der Chemieindustrie klare Vorteile im globalen Wettbewerb", erklärte BASF-Chef Jürgen Hambrecht. "Das wird unser Portfolio verstärken", fügte er in einer Telefonkonferenz hinzu. Ciba-Aktien sprangen an der Börse in Zürich 27,4 Prozent in die Höhe, BASF gaben in Frankfurt 3,8 Prozent nach.
Ciba zählte lange zu den Prunkstücken der Schweizer Chemieindustrie. Der Firma machten zuletzt aber vor allem die hohen Rohstoffpreise zu schaffen.
Copyright © 2009 AFP. Alle Rechte vorbehalten. Mehr »
