Bericht: Mattel will wieder Spielzeug von Markt nehmen

Washington (AFP) — Bereits zum dritten Mal in diesem Sommer will das US-Spielzeugunternehmen Mattel laut einem Pressebericht ein Produkt wegen Schadstoffbelastung vom Markt nehmen. Wie die Zeitung "Wall Street Journal" am Dienstag in ihrer Internetausgabe berichtete, will Mattel vor allem Zubehör der berühmten Barbie-Puppen zurückrufen. Demnach sind sieben verschiedene Barbie-Accessoires - insgesamt 675.000 Teile - potenziell gesundheitsgefährdend, weil ihre Farbe einen zu hohen Bleigehalt aufweist. Wie das US-Wirtschaftsblatt weiter berichtete, betrifft der Rückruf zwei weitere Spiele für Kleinkinder: ein Musikinstrument und eine Eisenbahn, die unter der Marke GeoTrax verkauft wurde. Hier seien insgesamt 100.000 Stück betroffen.

Laut "Wall Street Journal" wollte Mattel die Maßnahme am Mittwoch bekanntgeben. Das Unternehmen hatte in diesem Jahr bereits zwei Mal Spielzeug wegen bleihaltiger Farbe oder wegen gefährlicher Kleinteile vom Markt genommen. Am 1. August rief die Firma 1,5 Millionen Spielsachen zurück, vor allem Sesamstraßen-Figuren. Im selben Monat nahm Mattel 250.000 Autos aus dem Trickfilm "Cars" vom Markt. Das zurückgerufene Spielzeug war in China hergestellt worden. Ob es sich bei dem neuerlichen Rückruf ebenfalls um chinesische Exportware handelt, präzisierte das "Wall Street Journal" nicht.