Allianz von Google und MySpace zu OpenSocial gegen Facebook

New York (AFP) — Der US-Internetkonzern Google hat zusammen mit der Social-Networking-Website MySpace.com der News Corporation von Medienmogul Rupert Murdoch am Donnerstag ein technisches System für eine einfache Einbindung externer Programme in soziale Netzwerke vorgestellt. Die Plattform namens OpenSocial ist die Antwort auf das erfolgreiche US-Netzwerk Facebook.com, für das externe Entwickler tausende Zusatzprogramme bereit gestellt haben. An der Initiative beteiligen sich außer dem Google-eigenen Netzwerk Orkut und dem Internetportal LinkedIn andere soziale Netzwerke wie hi5, Friendster, Plaxo, Ning, Engage, Hyves, imeem, Six Apart, Tianji, Viadeo und der deutsche Marktführer Xing sowie die Softwareunternehmen Oracle und Salesforce. In der vergangenen Woche war Google in einem Bieterwettstreit um Facebook-Anteile dem Rivalen Microsoft unterlegen.

Soziale Netzwerke sind Teil des so genannten Web 2.0: Internetnutzer präsentieren sich, erzeugen Inhalte, tauschen diese untereinander aus und verknüpfen ihre eigenen Profile mit denen ihrer Freunde, Bekannten und Kollegen. Durch die Verknüpfungen entstehen Netzwerke, in denen fast jeder zu fast jedem über ein paar Ecken eine Beziehung herstellen kann. Facebook geht noch weiter: Jedes Mal, wenn ein Nutzer etwas tut, wird dies sogleich seinen Kontakten mitgeteilt - die Freunde nehmen am Leben der anderen virtuell teil. Das OpenSocial-Projekt könnte auf einen Schlag bis zu 200 Millionen Nutzer der verschiedenen Netzwerke erreichen - weit mehr als die 50 Millionen Facebook-Nutzer.

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