Ahmadinedschad sieht Iran nicht auf Kriegspfad mit den USA
New York/Bagdad (AFP) — Der Iran strebt nach Angaben seines Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad weder die Entwicklung von Atombomben noch einen Krieg mit den USA an. "Es ist falsch zu denken, der Iran und die USA bewegten sich auf einen Krieg zu", sagte Ahmadinedschad dem US-Fernsehsender CBS. "Warum sollten wir in den Krieg ziehen?" Gleichzeitig wies er Vorwürfe zurück, der Iran arbeite heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen: "Wir brauchen keine Atombombe", sagte Ahmadinedschad, der aus Anlass der am Dienstag beginnenden UN-Vollversammlung in New York erwartet wurde.
Ahmadinedschad betonte in dem Interview, die Pläne seines Landes bezüglich des Atomprogramms seien "sehr transparent" und würden in Übereinstimmung mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) umgesetzt. Die Aktivitäten des Iran seien friedlich, betonte der iranische Präsident. "Die Zeit der Bombe ist vorbei." Ahmadindedschad hatte bei seiner Abreise in die USA in Teheran verkündet, er werde bei den Vereinten Nationen "die Lösungen des Irans zur Regelung der Probleme der Welt" vorstellen.
Die US-Armee erhob indes erneut schwere Vorwürfe gegen den Iran. Teheran liefere mit hochexplosiven Sprengköpfen ausgestattete Boden-Luft-Raketen des Typs RPG 29 an Rebellen im Irak, erklärte Konteradmiral Mark Fox in Bagdad. Die Aufständischen würden auch mit Raketen vom Typ Misagh-1 ausgestattet. Diese hätten eine Reichweite von 4000 Metern und seien geeignet zum Abschuss von Hubschraubern oder US-Militärflugzeugen. Washington beschuldigt Teheran schon länger der Unterstützung irakischer Rebellen. Der Iran hat die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

