Düsseldorf (AFP) — Die Bundesregierung will noch in dieser Legislaturperiode per Gesetz Warnetiketten für Alkoholgefäße vorschreiben. Diese sollten sich konkret an Schwangere richten, die durch Alkoholkonsum in der Schwangerschaft ihren Kindern erhebliche Schäden zuführen könnten, sagte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), der in Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post". Nach Angaben der Drogenbeauftragten sind auch in Deutschland ähnlich wie schon in Frankreich Warnhinweise in Form von Piktogrammen mit der durchgestrichenen Silhouette einer schwangeren Frau geplant.
Jedes Jahr würden 4000 Babys mit dem so genannten fetalen Alkoholsyndrom geboren, einer vor der Geburt entstandenen Schädigung des Kindes durch den Alkoholkonsum in der Schwangerschaft, sagte Bätzing. Eine Sprecherin ihres Büros sagte, über die Warnhinweise hinaus müsse zudem durch Kampagnen besser über die Risiken aufgeklärt werden. Dies könne auch über Frauenärzte und Hebammen erfolgen.
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