Tiger in chinesischem Zoo brutal getötet

Peking (AFP) — Der Tod von drei Tigern in einem Zoo in Zentralchina hat das Misstrauen der Behörden geweckt. Wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete, entdeckten Behördenvertreter in einem Tierpark in der Provinz Hubei die verstümmelte Leiche eines Sibirischen Tigers sowie die Leichen zweier neugeborener Bengalischer Tiger. Demnach hatten Unbekannte dem sechsjährigen Sibirischen Tigerweibchen das Fell abgezogen und ihm Kopf und Beine abgetrennt. Bei Ermittlungen seien später die Babyleichen in einem Kühlschrank des Zoos entdeckt worden. Nach Angaben der Verwaltung handelte es sich um zwei Totgeburten.

Der Fund der beiden toten Tigerbabys heizte Spekulationen an, der Zoo könnte die Tiere möglicherweise selbst getötet haben, um sie zu verkaufen. Ein Zoomitarbeiter berichtete, der Zoo mache seit einiger Zeit nur noch Verluste. Pro Tag habe er höchstens 20 Besucher. Tiger sind in China und anderen asiatischen Ländern sehr gefragt, da Teile ihres Körpers für die traditionelle Medizin oder als Aphrodisiakum gebraucht werden. Sibirische Tiger gehören zu den am meisten bedrohten Tieren. Laut Xinhua leben weltweit nur noch rund 400 von ihnen in freier Wildbahn.

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