Bonn (AFP) — Die Bundesnetzagentur will die Telekommunikation in Deutschland weniger als bisher regulieren. Bei Anrufen aus dem Festnetz zu anderen deutschen Festnetznummern und in inländische Mobilfunknetze gebe es einen ausreichenden Wettbewerb, stellte die Behörde in einer am Mittwoch veröffentlichten Marktanalyse fest. Daher müssten die Preise der Telekommunikationsanbieter in diesem Bereich von der Netzagentur nach eigener Ansicht nicht mehr kontrolliert werden. Im Festnetz hätten die Flatrates für Telefonate genauso wie die Vor-Vorwahlen und die sogenannte Preselection zu günstigen Preisen geführt. Im Mobilfunk sei der Wettbewerb zwar noch nicht perfekt, aber auf dem Weg dorthin.
Weiteren Bedarf zur Regulierung sieht die Bundesnetzagentur bei den Festnetzanschlüssen selber. Dort gebe es noch keinen wirksamen Wettbewerb, erklärte die Behörde. Die Analyse können interessierte Marktteilnehmer nun bis Anfang August kommentieren. Sollte sich in diesem Verfahren die Einschätzung der Netzagentur bestätigen, würde das Bundeskartellamt die Aufsicht über die beiden Märkte übernehmen. Dies macht es bereits für Anrufe auf ausländische Festnetz- und Mobilfunknummern.
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