Islamabad (AFP) — Nach dem blutigen Anschlag auf das Marriott-Hotel in Islamabad haben die USA Pakistan verstärkte Hilfe im Kampf gegen radikalislamische Gruppen zugesagt. Die US-Regierung habe den Regierungen Pakistans und Afghanistans zugesagt, die Anstrengungen im Kampf gegen den Extremismus in der Region zu verdoppeln, sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Robert Wood, in Washington. Bei dem Anschlag am Samstag in Islamabad waren mindestens 60 Menschen umgekommen. Zu dem Attentat bekannte sich eine Gruppe namens "Fedajin (Kämpfer) des Islam".
Es werde einige Zeit brauchen, um den "Extremismus in diesem Teil der Welt" zu besiegen, "doch wir bleiben hartnäckig", sagte Wood weiter.
Der afghanische Verteidigungsminister Abdul Rahim Wardak schlug gemeinsame Truppen mit Pakistan vor, um gegen die Aufständischen auf beiden Seiten der Grenze vorzugehen. "Ein Terrorist hält sich an keine Grenze", entsprechend müssten pakistanisch-afghanische "Koalitionstruppen" in der Lage sein, "auf beiden Seiten der Grenze zu operieren", sagte Wardak nach einem Besuch im US-Verteidigungsministerium. Nach seinen Angaben kam die Idee erstmals vor sechs Wochen während eines Treffens zwischen pakistanischen, afghanischen und amerikanischen Regierungsvertretern auf den Tisch. Die pakistanische Seite habe zugesagt, den Vorschlag zu prüfen.
Bei Kämpfen in den pakistanischen Stammesgebieten an der Grenze zu Afghanistan wurden am Montag mehr als 30 mutmaßliche Taliban-Anhänger getötet. Wie Sicherheitsvertreter berichteten, gingen pakistanische Soldaten nach einem Überfall auf eine Polizeiwache mit Hubschraubern gegen mutmaßliche Angreifer vor. Ein Soldat sowie ein Polizist seien ebenfalls getötet worden, hieß es.
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