Washington (AFP) — Nach dem Amoklauf mit neun Toten in einer Shopping Mall im US-Bundesstaat Nebraska haben die Einkaufszentren in den USA ihre Sicherheitsvorkehrungen verstärkt. Mehr Patrouillen von Wachleuten wurden seit Donnerstag durch die Einkaufszentren geschickt, die in der Vorweihnachtszeit einen großen Andrang verzeichnen. Die meisten US-Bürger wollen trotz des Vorfalls in Omaha aber nicht von Metalldetektoren überprüft werden, bevor sie in einer Shopping Mall einkaufen gehen, wie Malachy Kavanagh vom Verband der US-Einkaufszentren sagte.
"Wir hoffen, dass wir in diesem Land nicht an diesen Punkt kommen, denn wir leben in einer freien Gesellschaft und achten das Recht der Menschen, sich uneingeschränkt zu bewegen." Ohnehin waren die Sicherheitsmaßnahmen schon nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 erhöht worden, denn Einkaufszentren gelten als "weiche" Anschlagsziele. Dazu zählt eine engere Zusammenarbeit der Geschäfte mit den örtlichen Polizeien und die Installation von hoch auflösenden Überwachungskameras, die auch Nummernschilder von Autos in Parkhäusern anzeigen können. Auch die Untersuchung von Lieferantenfahrzeugen zählt zu den Maßnahmen. In einigen Einkaufszentren werden sogar Spürhunde eingesetzt.
Die US-Bundespolizei warnte im November vor möglichen Anschlägen des Terrornetzwerks El Kaida während des Weihnachtsverkaufs, räumte zugleich aber ein, dass die eingegangenen Drohungen möglicherweise nicht ernst zu nehmen seien. Es zähle zur "Taktik und Praxis von El Kaida, während der Weihnachtszeit Drohungen auszusprechen", sdagte FBI-Agent Ross Rice.
Vorfälle wie der Amoklauf eines 19-Jährigen am Mittwoch in Omaha sind nach Angaben aus der Branche allerdings kaum zu verhindern. Die Polizei in Nebraska rätselte weiter über die Motive des Täters, der offenbar persönliche Probleme hatte. Der junge Mann tötete mit einem Sturmgewehr erst wahllos acht Menschen und dann sich selbst.
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