München (AFP) — Verlorene Ladung auf Autobahnen verursacht nach Angaben des Autoclubs ADAC immer mehr schwere Unfälle. Allein im vergangenen Jahr waren gefährliche Gegenstände auf den Bundesfernstraßen Ursache von 761 Unfällen mit 213 Schwerverletzten und zehn Toten. Das sind rund 19 Prozent mehr als im Jahr 2001, wie der ADAC in München unter Berufung auf das Statistische Bundesamtes mitteilte. Ursache für die steigenden Zahl verlorener Gegenstände sei vor allem der zunehmende Verkehr.
Häufigste Fundstücke sind dem Club zufolge Fahrzeugteile, Spanngurte, Reifen, Holzstücke, Planen und Dachträger. Verloren würden aber auch Matratzen, Sofas und selbst ein herrenloses Schlauchboot sei schon gefunden worden. Autofahrer, die ihre Ladung nicht ausreichend sichern, müssen mit einem Bußgeld von 75 Euro und drei Punkten in Flensburg rechnen. Kommt es zu einem Unfall mit Verletzten, ist sogar eine Strafanzeige mit Geldstrafe und Führerscheinentzug möglich.
Copyright © 2009 AFP. Alle Rechte vorbehalten. Mehr »
