Beverly Hills (AFP) — Bei der diesjährigen Oscar-Verleihung werden zwei Filme als große Favoriten ins Rennen gehen: In Hollywood wurden der Thriller "No Country for Old Men" von Joel und Ethan Coen und das Ölsucher-Drama "There Will Be Blood" jeweils für acht der Auszeichnungen nominiert. In der Kategorie Bester ausländischer Film ist auch die deutsch-österreichische Koproduktion "Die Fälscher" im Rennen. Ob die Preisverleihung am 24. Februar wie üblich mit einer Mega-Show über die Bühne gehen kann, ist angesichts des Streiks der Drehbuchautoren unsicher.
In der Kategorie Bester Film sind auch die Schwangerschafts-Komödie "Juno", das britische Historien-Drama "Atonement" ("Abbitte") und der Justiz-Thriller "Michael Clayton" nominiert. Die Coen-Brüder wurden für ihren düsteren Film nach einer Romanvorlage von Cormac McCarthy auch für die Beste Regie nominiert, in dieser Kategorie konkurrieren sie unter anderem mit Julian Schnabel ("Schmetterling und Taucherglocke"), Jason Reitman ("Juno"), Tom Gilroy ("Michael Clayton") und Paul Thomas Anderson ("There will be blood").
Auf den Titel Bester Schauspieler können sich unter anderem George Clooney ("Michael Clayton"), Daniel Day-Lewis ("There Will Be Blood") und Johnny Depp ("Sweeney Todd") Hoffnungen machen. Ebenfalls nominiert wurden Tommy Lee Jones ("In the Valley of Elah") und der aus "Herr der Ringe" bekannte Viggo Mortensen ("Eastern Promises"). Bei den Frauen gehen unter anderem Cate Blanchett ("Elizabeth - Das goldene Zeitalter" und Julie Christie ("An ihrer Seite") ins Rennen um die goldene Statuette. Ebenfalls nominiert ist die Französin Marion Cotillard für ihre Darstellung der Edith Piaf in "La Vie en Rose".
In der Kategorie Bester ausländischer Film tritt "Die Fälscher" gegen Beiträge aus Kasachstan, Israel, Polen und Russland an. In dem Film des österreichischen Regisseurs Stefan Ruzowitzky geht es um eine Gruppe von KZ-Häftlingen, die in Sachsenhausen für die Nazis ausländische Währungen fälschen sollen.
Ob die Verleihung der Oscars am 24. Februar wie üblich als starbesetzte Glamour-Gala über die Bühne gehen kann, ist angesichts des seit Monaten andauernden Streiks der Drehbuchautoren noch unklar. Nach Medienberichten könnten Produzenten und Autoren aber noch in dieser Woche wieder Verhandlungen aufnehmen.
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