New York (AFP) — Aus Anlass des Internationalen Friedenstags hat UN-Generalsekretär Ban Ki Moon an die Konfliktparteien in aller Welt appelliert, 24 Stunden lang die Waffen schweigen zu lassen. Während einer Zeremonie am Hauptsitz der Vereinten Nationen in New York legte Ban um 12.00 Uhr Ortszeit (18.00 Uhr MESZ) eine Schweigeminute für den Frieden ein und schlug anschließend eine Friedensglocke. Zu neuen Friedensbotschaftern der UNO ernannte Ban dabei die jordanische Prinzessin Haja, den israelisch-argentinischen Dirigenten Daniel Barenboim, den brasilianischen Schriftsteller Paulo Coelho und die japanisch-amerikanische Violinistin Midori Goto.
Als UN-Friedensbotschafter engagieren sich bereits die britische Primatenforscherin Jane Goodall, der US-Schauspieler Michael Douglas, der amerikanisch-chinesische Cellist Yo-Yo Ma sowie der US-Autor und Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel. UN-Friedensbotschafter war auch der Anfang des Monats verstorbene italienische Startenor Luciano Pavarotti.
Unterdessen berieten unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen und der Afrikanischen Union (AU) Minister und Diplomaten von mehr als 30 Regierungen und Organisationen über den Konflikt in der westsudanesischen Krisenregion Darfur. Unter der Leitung von Ban und dem AU-Vorsitzenden Alpha Oumar Konaré ging es unter anderem um die geplante Stationierung von 26.000 UN-Soldaten in Darfur, die bis Jahresende beginnen soll. Bislang sind in Darfur 6000 schlecht ausgerüstete Soldaten der Afrikanischen Union im Einsatz. Zudem sollten während des Treffens die Friedensgespräche zwischen der sudanesischen Regierung und den Darfur-Rebellen vorbereitet werden, die für Ende Oktober in Libyen vorgesehen sind.
In Darfur kämpfen seit Februar 2003 Rebellen gegen regierungstreue Reitermilizen. UN-Angaben zufolge starben in dem Konflikt bislang rund 200.000 meist unbeteiligte Menschen, mehr als zwei Millionen Menschen flüchteten.
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