Experten untersuchen Ursache für Loch in Qantas-Maschine
Manila/Sydney (AFP) — Nach der dramatischen Notlandung eines Flugzeugs der Airline Qantas auf den Phillippinen haben australische Experten nach Gründen gesucht, warum im Rumpf der Maschine ein drei Meter großes Loch entstand. Es sei möglich, dass im Gepäckraum etwas explodiert oder das Loch durch eine lose Platte gerissen worden sei, hieß es. Sollte eine Explosion verantwortlich sein, sei diese möglicherweise auf einen unter Druck stehenden Behälter verursacht worden. Es sei unwahrscheinlich, dass eine Bombe an Bord gewesen sei. Medienberichten zufolge könnte auch Rost den Schaden verursacht haben.
Die mehr als 340 Passagiere, die an Bord des Qantas-Fliegers einen Alptraum mit glücklichem Ausgang erlebten, trafen indes mit einer Ersatzmaschine in Australien ein. Nach der Landung in Melbourne wurden sie von Verwandten und Freunden begeistert in Empfang genommen. Viele standen immer noch unter dem Eindruck des Erlebnisses.
Er habe gedacht, er müsse sterben, sagte Passagier Steve Winchester vor Journalisten. "Alle dachten irgendwie, 'OK, das war es jetzt'." Sein Mitreisender David Saunders erzählte, er habe seine Freundin umarmt und seinen Pass in seine Hosentasche gesteckt, damit man ihn später besser identifizieren könnte. "Ich dachte, wir stürzen ins Meer."
Die Boeing 747-400 befand sich am Freitag auf dem Weg von London nach Melbourne. Der Vorfall ereignete sich in rund 9000 Metern Höhe nach einem Zwischenstopp in Hongkong. Durch das Loch fiel der Druck in dem Flugzeug schnell ab. Der Pilot konnte die Maschine in Manila notlanden. Die Passagiere lobten später die Besonnenheit der Besatzung. Die australische Qantas hat in der gesamten Firmengeschichte noch keine Maschine bei einem Absturz verloren.

