Passau (AFP) — Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) lehnt CSU-Überlegungen über eine Weiterentwicklung der Wehrpflicht zu einer "sicherheitspolitisch begründeten Dienstpflicht" ab. "Polizeiarbeit ist Profiarbeit", sagte der GdP-Vorsitzende Konrad Freiberg der "Passauer Neuen Presse". Wehrpflichtige im Rahmen einer Dienstpflicht zur Polizei zu schicken, würde eine "Entprofessionalisierung der inneren Sicherheit bedeuten". Die Dienstpflicht soll nach dem CSU-Vorschlag bei Feuerwehr und Rettungsdiensten, bei der Polizei oder im Katastrophenschutz der Bundesländer abgeleistet werden können.
"Das ist nicht akzeptabel", sagte Freiberg. "Volkstümlich ausgedrückt, handelt es sich um bajuwarischen Blödsinn." Die CSU-Vorstellungen seien der Versuch, "auf dem Rücken der Polizei Politik ohne Sinn und Verstand zu machen". Polizeiarbeit sei eine Aufgabe, die "den ganzen Menschen und eine gute Berufsausbildung erfordert".
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