Hamburg (AFP) — Die Deutschen sind laut einer Umfrage in ihrer großen Mehrheit gegen einen Boykott der Olympischen Spiele in China. 62 Prozent der Befragten erklärten bei der Befragung des Meinungsforschungsinstitut Ipsos, sie seien dagegen, dass die deutschen Sportler und Repräsentanten dem Sportereignis fernbleiben, wie die "Financial Times Deutschland" berichtet. Etwas mehr als ein Viertel (27 Prozent) der Befragten plädierte für einen Boykott.
Die Ablehnung eines Boykotts wird von 43 Prozent der Befragten damit begründet, dass dies jetzt oder in der Zukunft negative Auswirkungen für Deutschland und seine Wirtschaft haben könnte. Knapp ein Viertel der Befragten sagte jedoch, sie wollten sich aufgrund der Vorkommnisse in Tibet die Fernsehübertragungen nicht wie gewohnt ansehen.
Bei den Jüngeren und in der mittleren Altersgruppe ist der Anteil der Boykottbefürworter höher als bei Älteren. Nur 23 Prozent erwarten, dass ein Boykott der Spiele die chinesische Regierung zum Umdenken im Tibet-Konflikt bewegen könnte. 76 Prozent vertraten die Ansicht, dass ein Boykott zu Lasten der Sportler gehen würde.
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