Berlin (AFP) — Mit Abschaffung der so genannten Doppelkarte bei der Kfz-Versicherung ab März können Autofahrer nach Ansicht der Bundesregierung künftig ihren Wagen künftig bequemer und schneller anmelden. Die ab dann geltende elektronische Versicherungsbestätigung werde Wartezeiten bei der Zulassung verringern, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Verkehrsministerium Ulrich Kasparick in Berlin. Klaus Sticker vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sagte, die neue Form der Bestätigung sei zudem besser gegen Missbrauch und Fälschung geschützt.
Die elektronische Versicherungsbestätigung ersetzt ab Samstag die so genannte Doppelkarte des Kfz-Versicherers. Bisher brauchten Autofahrer diese Papier-Bestätigung, um bei der Zulassung ihres Autos nachzuweisen, dass es versichert ist. Bei der elektronischen Version gibt es dann für jeden Versicherten nur noch eine siebenstellige Zahl, die so genannte VB-Nummer. Diese Nummer kann zwischen Versicherer, Kraftfahrt-Bundesamt und örtlicher Zulassungsstelle auf elektronischem Weg ausgetauscht werden.
Bisher mussten die Sachbearbeiter der Zulassungsstelle die Daten per Hand eingeben. Künftig können die Angaben über die Nummer einfach per Datenbank abgerufen werden. Bisher arbeiten aber noch nicht alle Zulassungsstellen elektronisch. Deshalb wird die VB-Nummer vorerst noch in die Doppelkarte eingedruckt. Je nach Behörde wird die An- oder Ummeldung des Autos dann elektronisch oder in Papierform abgewickelt. Ist das Prozedere komplett auf die neue Technik umgestellt, sollen Autofahrer ihre elektronische Nummer auch per E-Mail und SMS bekommen können. Laut GDV hilft das neue System auch der Umwelt: Angesichts von rund elf Millionen An- und Ummeldungen pro Jahr können laut Versicherungswirtschaft mehr als 340 Tonnen Papier eingespart werden.
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