Nepal will Monarchie abschaffen
Kathmandu (AFP) — In Nepal wird die Monarchie abgeschafft. Regierung und ehemalige maoistische Rebellen hätten sich auf die Ausrufung der Republik geeinigt, teilte Finanzminister Ram Sharan Mahat nach Beratungen mit den früheren Rebellen in Kathmandu mit. Im Gegenzug hätten sich die Maoisten zur Rückkehr in die Regierung bereiterklärt. Laut Mahat soll Nepal in einer Übergangsverfassung zu einer demokratischen Bundesrepublik erklärt werden. Dies werde jedoch erst nach den Wahlen im April geschehen.
Die ehemaligen Rebellen hatten ursprünglich die sofortige Abschaffung der Monarchie gefordert, um freie und faire Wahlen sicherzustellen. Der Kompromiss sieht nun vor, dass die Zweidrittelmehrheit des Übergangsparlaments sofort die Republik ausrufen kann, sollte König Gyanendra den Urnengang zu behindern versuchen.
Mit seiner Entscheidung, sich zum Alleinherrscher zu erklären, hatte der König 2005 das Vertrauen seiner Untertanen verspielt. Wochenlange Massenproteste, an denen sich auch die Maoisten beteiligten, zwangen ihn 14 Monate später zum Verzicht auf seinen absoluten Machtanspruch. Ein Friedensabkommen im November 2006 endete dann endgültig den rund zehnjährigen Aufstand der Ultralinken, bei dem mehr als 13.000 Menschen getötet wurden.

