Notre-Dame-du-Laus (AFP) — Die katholische Kirche hat den Wallfahrtsort Notre-Dame-du-Laus in den ostfranzösischen Alpen, wo die Jungfrau Maria vor mehr als 300 Jahren einer jungen Schäferin erschienen sein soll, offiziell anerkannt. Rund 6000 Gläubige und mehr als 20 Bischöfe nahmen an einer feierlichen Messe an der heiligen Stätte teil, die jährlich rund 120.000 Pilger anzieht. Der Bischof von Gap, Jean-Michel di Falco Leandri, erklärte, er erkenne die Marienerscheinungen als übernatürlich an.
Die Schäferin Benoite Rencurel war 16, als ihr 1664 zum ersten Mal die Jungfrau Maria erschien. Bis zu ihrem Tod im Jahr 1718 soll es weitere Marienerscheinungen gegeben haben. Kirchenvertreter aus dem südfranzösischen Gap, die sich 2003 für die Seligsprechung der Schäferin aussprachen, waren damals vom Vatikan informiert worden, dass Notre-Dame-du-Laus nicht als Wallfahrtstätte anerkannt sei. Nach dreijährigen Forschungen stimmten Theologen, Historiker und Psychologen in einem vom Vatikan gebilligten Bericht der Anerkennung des Wallfahrtsorts zu.
In Frankreich gibt es drei weitere von der katholischen Kirche anerkannte Orte, an denen die Jungfrau Maria erschienen sein soll: die Rue du Bac in Paris, Notre Dame de la Salette in den Alpen sowie Lourdes, das in diesem Jahr den 150. Jahrestag der ersten Marienerscheinungen feiert.
Copyright © 2009 AFP. Alle Rechte vorbehalten. Mehr »
