Keine "eindeutigen Ursachen" für ICE-Achsenbruch in Köln

München (AFP) — Experten der Berliner Bundesanstalt für Materialprüfung (BAM) haben nach einem Magazinbericht keine "eindeutigen Ursachen" für den Riss an einer im Kölner Hauptbahnhof gebrochenen ICE-Achse gefunden. Die Kölner Staatsanwaltschaft werde mit diesem vagen Ergebnis ihre Unfall-Ermittlungen demnächst wohl einstellen, berichtete "Focus". Die Achse des ICE 518 "Wolfsburg" war am 9. Juli bei der Ausfahrt aus dem Bahnhof gebrochen.

Da ein Materialfehler nicht klar nachweisbar sei, müsse die Deutsche Bahn jetzt alle 864 Antriebsachsen des Unfalltyps weiterhin alle 60.000 Kilometer per Ultraschall prüfen, heißt es in dem Bericht weiter. Alternativ müsse der Konzern bei der Industrie den Bau völlig neuer Achsen aus anderen Werkstoffen in Auftrag geben. Für alle anderen Achsen des ICE 3 gelte das Prüfintervall alle 120.000 Kilometer.