Sorge in Griechenland vor neuer Hitzewelle am Wochenende

Athen/Berlin (AFP) — Eine Woche nach dem Beginn der verheerenden Waldbrände in Griechenland versetzt eine bevorstehende neue Hitzewelle die Menschen in Angst. Ein Feuerwehrsprecher teilte mit, die Brände im ganzen Land seien weitgehend unter Kontrolle. Doch für Samstag vorhergesagte Temperaturen von über 40 Grad Celsius setzten die Rettungskräfte unter Druck. "Heute ist der Wind nicht so stark, deswegen müssen wir den Kampf heute gewinnen, bevor es wieder windiger wird", sagte der Feuerwehrsprecher. Bei den Waldbränden waren im ganzen Land 63 Menschen ums Leben gekommen.

Dörfer im Süden der Halbinsel Peloponnes, die am Donnerstag noch von Flammen bedroht waren, seien außer Gefahr, versicherte die Feuerwehr. In der Umgebung des Berges Parnon auf dem Peloponnes waren weiter vier Löschflugzeuge im Einsatz. Auch auf der Insel Euböa kämpften Soldaten und Feuerwehrleute weiterhin mit den Flammen.

Die Menschen im Dorf Artemida bereiteten unterdessen die für das Wochenende geplante Beerdigung einer Mutter und ihrer vier Kinder vor, die in den Flammen gestorben waren. Der Fall der 40 Jahre alten Athanassia Paraskevopoulou, deren verkohlter Leichnam in Umklammerung mit drei ihrer toten Kinder gefunden worden war, erschütterte das ganze Land und galt als symbolisch für das Ausmaß der Katastrophe. Sie hatte versucht, den Flammen in ihrem Auto zu entkommen. Da die Straße durch einen Unfall blockiert war, versuchte sie mit ihren Kindern zu Fuß zu flüchten, konnte sich aber vor der Feuersbrunst nicht mehr retten.

EU-Kommissarin Danuta Huebner sollte sich derweil am Freitag ein Bild von den zerstörten Gebieten machen, um Vorschläge für mögliche EU-Hilfe für Griechenland zu machen. Zahlreiche EU- und Nicht-EU-Staaten hatten Hilfe nach Griechenland geschickt.