Hurrikane "schlimmste" Katastrophe in Kubas Geschichte

Havanna (AFP) — Die beiden jüngst über Kuba gezogenen Hurrikane "Gustav" und "Ike" sind laut einer Erklärung der Regierung in Havanna die "schlimmste" Naturkatastrophe in der Geschichte des Landes. Nach einer "vorläufigen Bilanz", die in Havanna verbreitet wurde, belaufen sich die Schäden auf fünf Milliarden Dollar. 443.000 Wohnungen seien beschädigt und 63.000 zerstört worden, hieß es. Hochspannungsmasten wurden zerstört und Stromnetze außer Kraft gesetzt. 135.000 Hektar Ackerfläche seien verwüstet worden.

Am 30. August hatte "Gustav" den Westen Kubas heimgesucht, in der vergangenen Woche zog "Ike" über den Osten und das Zentrum. Von den elf Millionen Einwohnern wurden mehr als drei Millionen in Sicherheit gebracht. Für 200.000 Menschen werde es "für eine gewisse Zeit" keinen Wohnraum geben, hieß es weiter. Durch die beiden Wirbelstürme kamen in Kuba sieben Menschen ums Leben. Durch den Hurrikan "Dennis" waren vor drei Jahren Schäden von schätzungsweise 1,4 Milliarden Dollar entstanden.