854 Millionen Menschen auf der Erde sind unterernährt

Berlin (AFP) — 854 Millionen Menschen auf der Erde haben nicht genug zu essen. Das geht aus dem Welthungerbericht vor, den die Deutsche Welthungerhilfe (DWHH) in Berlin vorstellte. Besonders betroffen seien afrikanische Länder südlich der Sahara und Südasien. Trotzdem glaubt die Hilfsorganisation, dass das im Rahmen der Milleniumserklärung der Vereinten Nationen gesetzte Ziel, die Zahl der Hungerleidenden bis 2015 zu halbieren, erreicht werden kann. In knapp drei Viertel der untersuchten Länder habe sich der von der Organisation berechnete Welthunger-Index im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert.

Mit dem Welthunger-Index lässt sich das weltweite Ausmaß der Unterernährung wissenschaftlich erfassen. Er zeigt die Hungersituation in 115 Entwicklungs- und Schwellenländern. Bewertet werden die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren, der Anteil der Kinder unter fünf Jahren mit Untergewicht sowie der Anteil der Unterernährten an der Gesamtbevölkerung des Landes.

Die besten Werte erreichten im Vergleich der 115 Länder Lybien, Argentinien und Litauen. Besonders kritisch ist die Hungersituation dagegen weiterhin in Eritrea, der Demokratischen Republik Kongo und Burundi.