London (AFP) — Der einst als Cat Stevens bekannt gewordene Sänger Yusuf Islam hat eine hohe Entschädigung für Presseberichte zugesprochen bekommen, die ihm Sexismus und Bigotterie vorgeworfen hatten. Islam habe eine "beträchtliche" Summe als Entschädigung von der Agentur World Entertainment News Network und einer Klatsch-Website akzeptiert, erklärte sein Anwalt. Diese hatten dem Musiker im März vergangenen Jahres vorgeworfen, er habe sich bei einer Preisverleihung in Deutschland geweigert, mit unverschleierten Frauen zu sprechen und habe auch ansonsten nur mit Hilfe eines Sprechers mit Frauen kommunizieren wollen.
Diese Berichte hätten Islam "erheblich beschämt und betroffen", sagte sein Anwalt Adam Tudor. In den Berichten sei ein völlig falsches Bild von Islams Verhältnis zu Frauen erweckt worden. In Wirklichkeit habe der zum Islam konvertierte Musiker weder aus religiösen noch aus anderen Gründen Probleme, mit Frauen zu arbeiten, sagte der Anwalt. Einige der wichtigsten Mitarbeiter in seinem Team seien Frauen.
Cat Stevens hatte in den 60er und 70er Jahren zahlreiche große Hits. Auf dem Höhepunkt seines Ruhms konvertierte er 1977 zum Islam und zog sich aus dem öffentlichen Leben zurück. 2006 veröffentlichte er seine erste Platte nach 28 Jahren, "An Other Cup". Sämliche Gewinnanteile aus seinen Plattenverkäufen fließen in Wohltätigkeitsprojekte und in die islamischen Schulen, die er in London aufgebaut hat.
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