Ankara (AFP) — Nach dem Tod von 18 Menschen beim Einsturz eines Mädchenwohnheimes in der Türkei sind drei Verdächtige angeklagt worden. Bei ihnen handele es sich um den Schuldirektor, seinen Stellvertreter und den Präsidenten der religiösen Stiftung, die das Wohnheim betrieb, berichtete die Nachrichtenagentur Anadolu. Allen drei werde vorgeworfen, durch fahrlässiges Verhalten den Tod der Mädchen verschuldet zu haben.
Bei dem Unglück kamen am vergangenen Freitag 17 Mädchen und eine Lehrerin ums Leben. Das Wohnheim in der Nähe von Taskent in der zentralanatolischen Provinz Konya wurde bei der Explosion völlig zerstört. In dem Gebäude fand ein Korankurs einer privaten Stiftung statt, an dem etwa 40 Mädchen im Alter von acht bis 16 Jahren während ihrer Sommerferien teilnahmen. Die türkischen Medien warfen den Behörden im Anschluss an das Unglück vor, den Zustand des Gebäudes nicht ordnungsgemäß überprüft zu haben. Außerdem habe die Stiftung das Wohnheim ohne Genehmigung für die Korankurse benutzt.
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