CSU schafft in Umfragen Punktlandung bei 50 Prozent

München/Berlin (AFP) — Die CSU kann einer Umfrage zufolge bei der bayerischen Landtagswahl am 28. September darauf hoffen, trotz Verlusten ihre absolute Mehrheit behaupten. Nach einer Forsa-Umfrage liegen die Christsozialen derzeit bei 50 Prozent Zustimmung, knapp elf Prozentpunkte weniger als vor fünf Jahren. Das Wahlziel von Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU), 50 Prozent plus X zu holen, ist damit allerdings weiter stark gefährdet. Unterdessen stößt die Bemerkung Becksteins, Autofahren nach dem Genuss von zwei Maß Bier sei kein Problem, auf heftige Kritik.

Die bayerische SPD kann laut der Befragung im Auftrag von "Stern" und Antenne Bayern nicht von der Kür Frank-Walter Steinmeiers zum Kanzlerkandidaten und dem Wechsel an der Parteispitze mit dem Comeback Franz Münteferings profitieren. Wie bei der Landtagswahl 2003 sind demnach nur 19 Prozent der bayerischen Wähler für die SPD. Die Grünen kommen auf neun Prozent Zustimmung. Erstmals können laut Forsa die Freien Wähler mit acht Prozent ins Maximilianeum einziehen. Auch die FDP würde mit derzeit sechs Prozent erstmals seit 14 Jahren wieder in den Landtag kommen. Dagegen liegt die Linkspartei unverändert mit vier Prozent unter der Fünf-Prozent-Hürde.

Bei der Frage nach dem besten Ministerpräsidenten kann Beckstein mit 57 Prozent Zustimmung seinen SPD-Herausforderer Franz Maget deutlich auf Distanz halten. Maget würden nur 19 Prozent direkt zum Regierungschef wählen. Allerdings sind die Menschen im Freistaat mit der CSU und ihrer Spitze unzufrieden. 39 Prozent der Bayern sagen, dass Beckstein und Huber schlechtere Arbeit leisten als ihr Vorgänger Edmund Stoiber. Bei den CSU-Anhängern sind dies sogar 48 Prozent.

"Günther Beckstein hat wohl einen über den Durst getrunken", erklärte die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing (SPD), zu dessen Bemerkung über Bierkonsum. Zwei Liter Bier würden die Trinkmengenempfehlungen der Weltgesundheitsorganistation (WHO) um das Dreifache übersteigen. In bestimmten Situationen müsse auf Alkohol verzichtet werden - dazu gehöre der Straßenverkehr.

Beckstein hatte laut Münchner "Abendzeitung" in einer Wahlkampfveranstaltung gegen ein von Bätzing gefordertes weiteres Absenken der Promillegrenze gesagt, "es ist nicht das Problem, wenn einer eine Maß trinkt, oder, wenn er ein paar Stunden da ist, auch zwei."

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