EU verlängert Strafzölle auf Energiesparlampen aus China

Luxemburg (AFP) — Verbraucher in der EU müssen noch ein weiteres Jahr mehr für Energiesparlampen zahlen, um heimische Hersteller gegen billigere Einfuhren aus Fernost zu schützen. Wie der EU-Ministerrat beschloss, werden die bereits seit Sommer 2001 geltenden Strafzölle auf stromsparende Leuchtstofflampen aus China von bis zu 66,1 Prozent noch einmal für ein Jahr verlängert. Zudem werden die Zölle auch auf Sparlampen aus Vietnam, Pakistan und den Philippinen erhoben. Damit soll verhindert werden, dass chinesische Ware über Umwege in die EU gelangt.

Der Absatz von Energiesparlampen, die etwa ein Fünftel des sonst üblichen Stroms benötigen und als umweltfreundlich gelten, ist in den vergangenen Jahren rapide gestiegen, allein zwischen 2003 und 2006 um 90 Prozent. Der EU-Jahresabsatz lag Mitte 2006 bei 215 Millionen Stück. Davon wurden laut EU-Kommission aber bis zu 57 Prozent zu Dumpingpreisen eingeführt.

Die erneute Verlängerung der Strafzölle begründeten der Ministerrat mit der Gefährdung von mehreren hundert Arbeitsplätzen in Europa. Die Strafzölle belasten aber die Verbraucher und gehen auch zum Nachteil des umweltpolitisch erwünschten stärkeren Gebrauchs der Sparlampen. Daher begrenzte der Ministerrat den "Anpassungszeitraum" auf ein Jahr. Dann sollen die Zölle endgültig wegfallen.