Airbus will staatliche Beihilfen für A350-Entwicklung

München (AFP) — Wegen drohender Ergebnisausfälle in Milliardenhöhe als Folge des schwachen Dollars fordert der Flugzeugbauer Airbus vor allem für die Entwicklung des Langstreckenflugzeugs A350 jetzt öffentliche Beihilfen. "Anders als bei früheren Flugzeugmodellen hat Airbus beim A350 bislang keine öffentlichen Entwicklungsdarlehen in Anspruch genommen. Das können wir uns bei einer weiteren Verschlechterung des Dollarkurses einfach nicht mehr leisten", zitiert die Zeitung "Euro" einen hochrangigen Airbus-Manager.

Ein weiterer Stellenabbau komme dagegen für den Flugzeugbauer angesichts des Rekord-Auftragseingangs nicht in Frage. "Wir fahren gerade die Produktion weiter hoch. Da sind weitere Einschnitte in den Personalbestand kein Thema", zitiert die Wirtschaftszeitung den hochrangigen Airbus-Manager.

Airbus hatte in seinem Restrukturierungsprogramm Power 8 mit einem Dollarkurs von 1,35 Euro bis 2010 gerechnet. Sollte der Dollar bis dahin bei 1,50 Euro liegen, geht der Flugzeugbauer von einem Ergebnisausfall von 1,5 Milliarden Euro aus. Airbus-Chef Thomas Enders hatte am Donnerstag die Situation des Flugzeugherstellers als "lebensbedrohlich" bezeichnet und "radikale Maßnahmen" angekündigt.

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