Rios Polizisten müssen Sturmgewehre abgeben

Rio de Janeiro (AFP) — Polizisten in Rio de Janeiro sollen künftig ohne Sturmgewehre auf Streife gehen. Der Gebrauch dieser Waffen in der Öffentlichkeit sei "unverhältnismäßig", sagte der Sicherheitsbeauftragte des Bundesstaates Rio de Janeiro, José Beltrame, im Fernsehen. Sturmgewehre, deren Schüsse auf zwei Kilometer Entfernung tödlich sein können, dürften künftig nur noch bei besonders wichtigen oder gefährlichen Einsätzen verwendet werden. Die Mehrheit der Polizisten soll ihre schweren Waffen bis Ende August eintauschen.

Die Entscheidung der Sicherheitsbehörden kommt nach einer Reihe von Polizeieinsätzen, bei den unschuldige Menschen getötet oder verletzt wurden. Für besondere Aufregung sorgte der Tod eines dreijährigen Kindes Anfang Juli, als Polizisten das Auto seiner Mutter mit dem von Verbrechern verwechselten und beschossen.

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