Berlin (AFP) — Lauf-Idol Haile Gebrselassie mit einem Fabel-Weltrekord und Irina Mikitenko mit einem grandiosen deutschen Rekord auf Platz vier der ewigen Weltbestenliste haben den 35. Berlin-Marathon gewonnen. Der Äthiopier verbesserte seine eigene Bestmarke auf offiziell 2:03:59 Stunden und lief bei seinem sechsten Sieg im neunten Marathon 27 Sekunden schneller als beim Erfolg im Vorjahr an gleicher Stelle (2: 04:26). Damit sicherte sich der 35-Jährige 130.000 Euro Prämie, zudem kassierte er geschätzte 250.000 Euro Antrittsgage.
Die Wattenscheiderin Mikitenko wurde in inoffiziellen 2:19:19 Stunden erste deutsche Berlin-Siegerin seit 13 Jahren, blieb 4:55 Minuten unter ihren 2:24:14 beim Sieg im April in London und als neunte Frau der Geschichte unter 2:20. Mikitenko kassierte 80.000 Euro Prämie und hat nun zudem die Chance, den Jackpot der World Marathon Majors (WMM) zu knacken.
Gebrselassie, zweimaliger 10.000-m-Olympiasieger und viermaliger Weltmeister, schenkte dem Berlin-Marathon den siebten Weltrekord seiner Geschichte. Für ihn war es der 26. Weltrekord seiner Karriere, wobei nicht alle auch Anerkennung fanden. Deshalb gibt es unterschiedliche Zählweisen.
Der Berlin-Marathon ist das viertgrößte 42,195-km-Rennen der Welt und zählt neben New York, London, Chicago und Boston zu den WMM, der Champions League der Marathonläufe. Pünktlich um 9.00 Uhr hatten Fußball-Bundestrainer Joachim Löw und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit die 40.000 gemeldeten Läufer auf die Strecke geschickt.
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