Ursache von ICE-Unfall in Köln weiter unklar

Bonn (AFP) — Der ICE-Unfall am Kölner Hauptbahnhof gibt den Experten weiter Rätsel auf. Auch einen Tag nach dem Entgleisen des Fernzuges vor der Hohenzollernbrücke war die Ursache des Zwischenfalls zunächst unklar, wie eine Sprecherin des Eisenbahnbundesamtes in Bonn mitteilte. "Es wird weiter ermittelt." Alle denkbaren Ursachen würden nun überprüft. Dazu sollten unter anderem die Zug-Technik und den Zustand der Gleise unter die Lupe genommen werden. Im Laufe der weiteren Nachforschungen solle dann "im Ausschlussverfahren" die Unfallursache ermittelt werden, sagte die Sprecherin.

Bei der Ausfahrt aus dem Kölner Hauptbahnhof war am Mittwoch kurz nach 16.00 Uhr eine Achse am vorderen Zugteil des ICE 518 "Wolfsburg" aus dem Gleis gesprungen. Bei dem Unfall wurde niemand verletzt. Die insgesamt 250 Reisenden konnten den Fernzug, der auf dem Weg von München nach Dortmund war, noch über den Bahnsteig verlassen - der hintere Zugteil kam noch komplett innerhalb des Hauptbahnhofs zum Stehen. Zwei der sechs Gleise auf der Hohenzollernbrücke, eine der meistbefahrenen Bahnbrücken Europas, mussten nach dem Unfall gesperrt werden. Dadurch kam es im Bahnverkehr vorübergehend zu erheblichen Verspätungen.