Riverside (AFP) — Ein vor einem Zivilgericht angeklagter ehemaliger US-Soldat ist vom Vorwurf des Mordes an irakischen Zivilisten freigesprochen worden. Das Gericht in Riverside südöstlich von Los Angeles befand den Angeklagten José Luis Nazario für nicht schuldig. Die Staatsanwaltschaft hatte dem 28-Jährigen vorgeworfen, als Unteroffizier während des Irak-Kriegs im Jahr 2004 in der Stadt Falludscha zwei irakische Gefangene eigenhändig erschossen und die Erschießung von zwei weiteren angeordnet zu haben. Es war das erste Mal, dass sich ein US-Soldat vor einem Zivilgericht für Taten im Einsatz verantworten musste.
Die Argumentation der Anklage wurde vor allem dadurch geschwächt, dass zwei wegen des Vorfalls vor einem Militärgericht angeklagte Untergebene Nazarios in dem Prozess die Aussage verweigerten. Nazario war vergangenes Jahr nach seinem Ausscheiden aus der Armee festgenommen worden. Die Ereignisse waren bekannt geworfen, nachdem einer der Untergebenen in einer Befragung durch den Geheimdienst einräumte, an ungerechtfertigten Tötungen im Irak beteiligt gewesen zu sein.
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