Polizei stoppt illegales Autorennen quer durch Deutschland

München (AFP) — Die Polizei in Bayern hat am Dienstag ein illegales Autorennen gestoppt, bei dem sechs Luxus-Sportwagen möglichst schnell von Köln bis nach Kroatien fahren sollten. Fünf der Autos im Wert von insgesamt mehr als einer Million Euro sowie die Führerscheine der aus Großbritannien und Spanien stammenden Fahrer seien beschlagnahmt worden, teilte die Polizei in Straubing mit. Ein sechstes Fahrzeug - ein Lamborghini - habe bereits vor dem Auffliegen der illegalen Rallye in der Nähe von Dresden einen Unfall gehabt und sei dort liegen geblieben.

Gegen die Fahrer wird wegen eines illegalen Autorennens, nicht aber wegen Verkehrsgefährdung ermittelt. Gestoppt worden war die Rallye, nachdem ein 36-jähriger Fahrer auf der Bundesstraße B 85 zwischen Viechtach und Deggendorf von den Fahrzeugen im Pulk überholt worden war und die Polizei alarmiert hatte. Die Rennteilnehmer nahmen das Ende ihrer Fahrt laut Polizei wütend auf. Einige hätten umgehend ihre Rechtsanwälte eingeschaltet, um an die fünf Autos - zwei Porsche von den Typen 997 und Cayenne, ein Ferrari F430, ein Bentley Continental GT und ein Audi R8 - zu kommen.

Als die acht Briten und zwei Spanier dann den Polizei-Angaben zufolge wegen der Beschlagnahme bei Autovermietungen hochwertige Leihwagen mieten wollten, beschlagnahmten die Beamten sicherheitshalber auch die Führerscheine, um eine Fortsetzung des Rennens zu verhindern. Mit Taxis hätten sich die Hobby-Rennfahrer daraufhin aus Niederbayern in ein Luxushotel nach München chauffieren lassen.

Laut Polizei sollte das Rennen in mehreren Etappen von Köln über Dresden, München, Salzburg, Wien, den Wörther See bis nach Kroatien führen. Alle Fahrer hätten umfangreiche Logbücher mit Routenangaben, Hotelangaben und GPS-Navigationsdaten mitgeführt.

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