New York (AFP) — UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat dazu aufgerufen, die Entwicklungsländer bei der Bewältigung der Finanzkrise nicht im Stich zu lassen. Vielen Entwicklungsländern fehle es an Ressourcen, um heimische Finanzinstitute vor der Pleite zu bewahren, sagte Ban bei einem Gipfel mit den Chefs von Weltbank, Internationale Währungsfonds (IWF) und mehreren UN-Organisationen in New York. "Wir dürfen nicht zulassen, dass die Finanzkrise Millionen Menschen zurück in extreme Armut drängt", fügte er hinzu.
Mit den Entwicklungsländern seien voraussichtlich die Staaten am stärksten von der Krise betroffen, die sie am wenigsten zu verantworten hätten, sagte Ban weiter.. Darauf müsse die internationale Gemeinschaft mit einer "neuen weltweiten Solidarität" reagieren.
Ban betonte, dass "die Ära der Selbstregulierung vorbei" sei. Eine "umfassende und gut abgestimmte Reform des internationalen Finanzmarktes" sei notwendig und müsse bei dem G-20-Gipfel Mitte November auf den Weg gebracht werden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Gipfelteilnehmer. Außerdem sollten die reichen Länder ihre Hilfen für arme Länder verstärken. Zudem wurde in der gemeinsamen Erklärung die Umsetzung der Milleniumsziele zur Armutsbekämpfung sowie ein erfolgreicher Abschluss der Doha-Runde zur Liberalisierung des Weltmarkts angemahnt.
An dem Treffen nahmen unter anderem Weltbank-Chef Robert Zoellick und IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn teil. Auch Vertreter der Welternährungsorganisation (FAO), der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) und anderer Institutionen waren beteiligt.
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