Hofheim (AFP) — Kunden der schwedischen Möbel-Kette Ikea können künftig in Deutschland auch an Selbstbedienungskassen zahlen. Noch in diesem Monat solle in zwei Filialen in Sindelfingen und in Dresden eine Testphase mit den sogenannten Express-Kassen anlaufen, sagte Unternehmenssprecher Kai Hartmann in Hofheim. An diesen Kassen könnten Kunden ihre Waren selbst scannen und dann mit Karte bezahlen. Dies lohne sich vor allem für Kunden, die nur wenige Waren kaufen wollten.
Möglichst ab Januar sollten in jedem deutschen Ikea-Markt ein Teil der herkömmlichen durch Express-Kassen ersetzt werden, sagte Hartmann. Für den Fall, dass Fragen oder Probleme an den Selbstbedienungskassen auftreten sollten, soll ein Ikea-Mitarbeiter für vier Express-Kassen zuständig sein. Dass Kunden unbeobachtete Momente an der Selbstbedienungskasse ausnutzen, befürchtet Ikea laut Hartmann nicht. Erfahrungen mit den Express-Kassen in Ikea-Märkten in Schweden und in den USA hätten gezeigt, "dass die Kunden sehr ehrlich sind und auch gewissenhaft", sagte der Sprecher.
Die neuen Kassen sollen mehr Flexibiliät zu Stoßzeiten ermöglichen, sagte Hartmann. Vier Express-Kassen nehmen demnach zudem nur so viel Platz in Anspruch wie zwei herkömmliche. Das Personal, das durch die Neuerung nicht mehr beim Kassieren gebraucht werde, könne dort eingesetzt werden, wo Kunden mehr Hilfe als an der Kasse brauchten, etwa bei der Beratung beim Sofakauf. Das Ziel, Stellen einzusparen, werde mit den Selbstbedienungskassen nicht verfolgt, versicherte Hartmann.
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